Raumplanung macht Schule - 3. Klassen

Die beiden dritten Klassen nahmen am Projekt „Raumplanung macht Schule“ teil. Auch im Lehrplan sind dazu Themen vorgesehen. Frau Dr. Atzwanger vom UBZ Steiermark versuchte uns in 2 Modulen wichtige Bereiche der Raumplanung näher zu bringen.   Das erste Modul am 6. November umfasste die Grundlagen und Entwicklungen eines Ortes (Irdning). Gemeinsam wurde ein Ort mit großen Holzmodellen nachgebaut, die Himmelsrichtungen bestimmt und die Legende der Landkarte erklärt. Höhenschichten wurden mit Hilfe eines weichen Tonstückes, das immer wieder mit einem Faden durchtrennt wurde, erklärt. Danach durften die Kinder in mehreren Stationen ihre Arbeitsblätter zu diesen Themen bearbeiten.                                                                                                                                   

Am 9. November war das Modul Boden an der Reihe. Durch raumplanerische Entwicklungen sind Fehlentwicklungen wie zu großer Flächenverbrauch, Zersiedelung sowie Abwanderungen entstanden. Die Kinder durften in Gruppen ihren Ort bauen. Bauernhäuser waren die ersten, die aufgestellt wurden, danach öffentliche Gebäude, Wirtschafts- und Freizeiteinrichtungen und Wohnhäuser. Dann wurden Tiere dazu gesetzt. Nach der Bauphase wurde der Ort betrachtet und Fragen, ob alle Aspekte einer sinnvollen Raumplanung beachtet wurden, beantwortet. Nachdem die Kinder festgestellt haben, dass zu viel Fläche verbaut wurde, der Platz für die Wildtiere zu klein war und die Entfernungen zu groß waren, wurde unter Anleitung von Frau Atzwanger umgebaut und das Ergebnis noch einmal genau besprochen. Leider waren die Stunden viel zu schnell vorbei. Ein herzliches Dankeschön an Frau Atzwanger und dem UBZ!

„Öffentliche Räume umgeben uns so selbstverständlich, dass oft erst ein zweiter Blick zeigt, was denn da unsere Wege und unser soziales Leben prägt – und oft sogar darüber bestimmt wie wir uns verhalten können. Außerdem stehen wir heute vor großen Problemen, die durch raumbezogene Entwicklungen entstanden sind, wie: Zersiedelung, Abwanderung, der zu große Flächenverbrauch oder eine Mobilität, die Lebenszeit frisst und die Umwelt zerstört. Damit Handlungsfähigkeit erworben werden kann, braucht es Menschen, die dafür sensibel geworden sind und sich auch etwas Handwerkszeug erworben haben, wie sie selbst etwas tun können. Die Schule ist ein guter Ort, gemeinsam zukunftsfähige Strategien zu lernen. Es trifft sich gut, dass in den Lehrplänen Themen der Raumplanung vorgesehen sind. Als fächerverbindende und noch nicht vertraute Materie braucht dieser Unterricht aber eine besondere Unterstützung. Das UBZ bietet dazu speziell das Projekt "Raumplanung macht Schule"und darüber hinaus Materialien aus anderen Projekten an.“

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