AUVA – Copilotentraining der 3. Klassen

Laut internationalen Studien sind im PKW rund zwei Drittel aller Kinder nicht oder fehlerhaft angegurtet! Die Konsequenzen bei einem Unfall sind fatal. Die größte Gefahr auf unseren Straßen droht Kindern dort, wo sie sich am sichersten fühlen: Im (zumeist elterlichen) Auto. Denn die meisten Kinder im Straßenverkehr verunglücken nicht als Fußgänger oder Radfahrer, sondern riskieren ihre Unversehrtheit als PKW-Passagiere.

Ziel des Projekts ist eine nachhaltige korrekte Sicherung der Kinder im elterlichen PKW und in PKW-Kleinbussen. Die Kinder erlernen in einem erlebnispädagogischen Rahmen die richtige Verwendung von Kindersitz und Sicherheitsgurt. Das Training wurde für die 3. Schulstufe entwickelt und wird von der AUVA kostenlos durchgeführt.

Wenn Kinder und Eltern (einige waren dabei) erfahren, wie gewaltig die Kräfte schon bei geringen Anprallgeschwindigkeiten sind, wie schlimm sich nachlässige und fehlerhafte Sicherung im Ernstfall auswirken, gewinnt das Thema wichtige MultiplikatorInnen, die im familiären Umfeld aufklärend wirken.

Bei einem Aufprall bei 30 km/h drückt das 17-fache Gewicht auf die Insassen drauf. Bei einem neunjährigen Kind ist das so, als ob ein Pferd oder eine Kuh anschieben würde, bei einem Erwachsenen gar ein Elefant.

Wichtig bei der Sicherung ist, dass der Beckengurt unter den Beckenhöckern verläuft und der Schultergurt auf der Schulter aufliegt. Bis zu einer Körpergröße von 135cm (österr. Gesetz), viel besser 150cm (in Deutschland, bis vor kurzem auch bei uns) oder bis 12 Jahren ist ein Sitz mit Kopfstütze empfehlenswert und ratsam.

Eine dickere Jacke muss geöffnet werden und aus den Gurten herausgezogen werden, sodass der Gurt gestrafft werden kann und die optimale Sicherheit gewährt.